Vermittlungsausschuß winkt BKA-Gesetz durch

„Der Vermittlungsauschuss hat heute das BKA-Gesetz durchgewunken. Kai Biermann kommentiert das durchwinken bei Zeit Online und erklärt, warum das Gesetz mit den kosmetischen Korrekturen wichtige Grundrechte aushebelt: Kosmetische Korrekturen.

Der schon vor der Vermittlung geschlossene Kompromiss zeigt, dass es der Großen Koalition nicht ernsthaft darum ging, die von Juristen und Bürgerrechtlern geäußerte Kritik zu nutzen, um ein besseres Gesetz zu formulieren. Denn lediglich vier Punkte waren Gegenstand der Verhandlung. Dabei gibt es eine ganze Reihe mehr, an denen Änderungen notwendig gewesen wären. Verhandelt wurde über die Kompetenzabgrenzung zwischen Bund und Ländern, über die Eilfallregelung und den Richtervorbehalt bei der Onlinedurchsuchung sowie über das eingeschränkte Zeugnisverweigerungsrecht von Journalisten, Ärzten und ähnlichen Vertrauensberufen. Bei den ersten drei Punkten wurde man sich einig, etwas zu ändern, was die SPD anschließend als großen Erfolg verkaufte. Doch selbst diese Änderungen finden Kritiker „lächerlich“.

Die SPD-regierten Länder werden dem leider zustimmen und damit dürfte es durch sein.“

netzpolitik.org

Die wichtigsten Bestimmungen des neuen BKA-Gesetzes findet man unter tagesschau.de noch einmal im Überblick. Mal sehen ob die Verfassungsbeschwerden von Journalisten, Datenschützern und Bürgerrechtlern erfolgreich sind.

Bundestag winkt geändertes BKA-Gesetz durch, heise, 18. Dez. 2008


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