Monatsarchiv für Juni 2009

„Eingemauert!“ Die innerdeutsche Grenze

28 Jahre lang hinderte eine fast unüberwindbare Grenze die Menschen daran, aus der DDR zu fliehen. Doch dann fiel am 9. November 1989 in einer dramatischen Nacht die Mauer, die Deutschland teilte. Heute ist es nur schwer vorstellbar, was noch vor wenigen Jahrzehnten bittere Realität war.

Diese Computeranimation zeigt erstmalig die ausgedehnten Sicherungssysteme der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer. Dafür wurde die Mauer bis ins Detail virtuell nachgebaut. Die Animation ist Teil der DVD „Eingemauert! – Wie die innerdeutsche Grenze wirklich war“, die im DW-Store erworben werden kann.

Schleswig-Holstein erlaubt Polizei Zugriff auf Vorratsdaten

„Der schleswig-holsteinische Landtag hat in seiner vergangenen Sitzungswoche einen Gesetzesentwurf beschlossen, der den Strafverfolgern im nördlichen Bundesland Zugang zu den sechs Monate lang verdachtsunabhängig von Telekommunikationsanbietern aufzubewahrenden Telefon- und Internetdaten verschafft. Für das von der Öffentlichkeit noch weitgehend unbeachtete Vorhaben zur Umsetzung der umstrittenen Bestimmungen des Bundes zur Vorratsdatenspeicherung ins Landesrecht stimmte die Parlamentsmehrheit von CDU und SPD. Scharfe Kritik kam dagegen von der Opposition, die verfassungsrechtliche Bedenken hat. Die Fraktionen von FDP und Grünen stimmten daher gegen die Initiative.“

heise online

Gutachter: Vorratsdatenspeicherung bringt lückenlose räumliche Überwachung

„Im Hauptverfahren gegen die verdachtsunabhängige Vorratsspeicherung von Telekommunikations- und Internetdaten sind beim Bundesverfassungsgericht neue kritische Stellungnahmen eingegangen. Der Mannheimer Informatikprofessor Felix Freiling warnt in seinem Gutachten (PDF-Datei) im Auftrag der Karlsruher Richter vor einer „nahezu lückenlosen räumlichen Überwachung“ durch die sechsmonatige Protokollierung von Nutzerspuren. Diese Möglichkeit werde durch die wachsende Verbreitung mobiler Internetzugänge etwa über das iPhone und eine Tendenz zu immer kürzeren Kommunikationsvorgängen wie bei SMS verstärkt. Dabei würden auch dynamisch vergebene IP-Adressen immer einfacher Rückschlüsse auf den aktuellen Aufenthaltsort zulassen.“

heise online

Radiointerviews mit Franziska Heine & Alvar Freude

„Da in den Kommentaren die Frage aufkam, ob wir die Radioeins-Interviews mit Franziska Heine und Alvar Freude/Martina Krogmann nicht bei Netzpolitik.org archivieren können, habe ich mal beim RBB nachgefragt. Es ist, wie bereits vermutet wurde. Die RBB darf manche Beiträge aus rechtlichen Gründen nicht länger als 7 Tage im Internet anbieten. Ihr wisst schon, damit aus Rundfunkgebühren finanzierte Angebote nicht in Konkurrenz mit privatrechtlichen Programmen treten. Ja, das ist ein ziemlich idiotische Regelung. Die gute Nachricht: Wir haben eine Freigabe für beide mp3-Clips bekommen! Vielen Dank an Radioeins und den RBB ;)“

netzpolitik.org

Anne Roth: Bloggen gegen Überwachung

„Es ist mittlerweile acht Monate her, da gab es die erste Sendung des Bremer Chaosradios. […] Der erste Vortrag war am 6. Juni 2009 und zugast war Anne Roth. Sie hat ihren Vortrag Bloggen gegen Überwachung gehalten, den sie vorher nur ein Mal auf der SIGINT gehalten hatte. Anne Roth ist Journalistin und Übersetzerin und seit 2007 vor allem bekannt als Partnerin von Andrej Holm, gegen den mit haarsträubenden Argumenten und Mitteln wegen Terrorismus-Verdachts ermittelt wird.“

MP3

siehe Überwachungsstadl, Wiki des CCC Bremen