Netzwerkbetreiber und Provider gegen Regierungskontrolle über Netzverwaltung

„Die Verbände European Telecommunications Network Operators‘ Association (ETNO), EuroISPA und GSM Europe warnen in einer Stellungnahme vor zu viel Regierungskontrolle über das Domain Name System. Die fürs DNS verantwortliche Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) solle ein privates Selbstregulierungsgremium bleiben, das allen Interessenvertretern gleichermaßen verantwortlich ist. Eine Ablösung der US-Aufsicht über die Netzverwaltung durch eine internationale Regierungsaufsicht lehnt die Branche entschieden ab.

Die drei Verbände reagieren mit ihrer Stellungnahme auf Beratungen in der Arbeitsgruppe „Internet Governance“ des europäischen Rates, der in der vergangenen Woche erstmals unter schwedischer Präsidentschaft tagte. Die Ratsgruppe diskutierte dabei die Mitteilung der EU-Kommission zu dem umstrittenen Thema. Insbesondere der Vorstoß von EU-Kommissarin Viviane Reding, die ein Gremium von Regierungen (G12) als künftige ICANN-Aufsicht ins Spiel brachte, hatte für Irritationen auch innerhalb der Mitgliedsstaaten geführt. Eine Stellungnahme zur Debatte in der Ratsgruppe zum jetzigen Zeitpunkt lehnte der mit dem Dossier betraute Experte ab. Die Strategie des Rates zum Thema „Internet Governance“ soll demnächst vom Ausschuss der Ständigen Vertreter verabschiedet werden.“

heise online

siehe auch Freier Datenflus im Netz – das Internet als Gemeingut? auf netzpolitik.org


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