Blackberry-Spyware: Reporter ohne Grenzen verlangen Aufklärung

„Im Spyware-Skandal um den arabischen Mobilfunk-Provider Etisalat verlangt die Bürgerrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) Aufklärung. In einem heute veröffentlichten Brief ruft die Organisation das Unternehmen zudem dazu auf, die Blockade einer israelischen Tageszeitung aufzuheben.

Die Bürgerrechtsorganisation nimmt dabei Bezug auf Berichte, denen zufolge der im Besitz der Vereinigten Arabischen Emirate befindliche Mobilfunkprovider rund 145.000 Blackberry-Kunden Anfang Juli per SMS ein Softwareupdate angeboten hatte, das ein Spionageprogramm enthielt. „Wir fordern Sie dringend dazu auf, eine öffentliche Erklärung zu den Spyware-Vorwürfen abzugeben und den Respekt vor der Privatsphäre zu garantieren“, schreibt RSF-Generalsekretär Jean-François Julliard. „Diese Vorwürfe könnten zu einem ernsthaften Image-Schaden für ihr Unternehmen werden“, heißt es in dem Brief, der Etisalat bereits in der vergangenen Woche zugestellt worden war.

Blackberry-Hersteller RIM hatte in einem öffentlichen Statement zuvor erklärt, dass es sich bei der Software offenbar um ein Spionageprogramm der US-Firma S88 handelt, die sich auf Produkte zur „Lawful Interception“, also Abhörvorrichtungen für Strafverfolger und Geheimdienste spezialisiert hat. Auf seinen Webseiten bietet RIM inzwischen ein eigenes Deinstallationsprogramm an, das die Schnüffelsoftware wieder entfernt.“

heise security


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