DPI: So fälschen deutsche Provider Webinhalte

„Ein Artikel bei ZDNet beschreibt ausführlich, wie deutsche UMTS-Anbieter Deep-Packet-Inspection einsetzen und zum Bandbreitenmanagement in den Datenverkehr eingreifen: Internet per UMTS: So fälschen deutsche Provider Webinhalte. Das scheinen nicht nur Vodafone und T-Mobile so zu machen, auf Twitter gab es Hinweise, dass auch ePlus und o2 dabei sind. Dabei wird die Netzneutralität verletzt. Und so kann ich mich dem Fazit in dem Artikel nur anschließen:

„Hier sind Gesetzgeber und Regulierungsbehörde gefordert, einzugreifen. Funkfrequenzen sind ein knappes öffentliches Gut. Man darf sie nicht in die Hände von Unternehmen legen, die nach Gutdünken selbst entscheiden, was sie ihren Kunden übermitteln und was nicht. Das Netz muss sich als Transportmedium neutral verhalten. Es muss sichergestellt sein, dass alle IP-Pakete in der Nutzlast unverändert beim Empfänger ankommen, es sei denn, der Kunde wünscht es ausdrücklich anders. […] Diesen Bestrebungen gilt es, einen Riegel vorzuschieben. Einen Internetprovider geht es schlicht und einfach nichts an, welche Inhalte in der Nutzlast von IP-Paketen übertragen werden. Jeglicher Einsatz von DPI-Technologie ohne ausdrücklichen Kundenwusch gehört geächtet und verboten. Von der Entwicklung neuer Anwendungen im Internet hängt der Fortschritt in der Gesellschaft entscheidend ab. Die Zugangsprovider müssen sich an Neutralitätsregeln halten.“

Wir brauchen auch in Deutschland und der EU endlich strenge Regeln für Netzneutralität. Wie die aussehen müssen, haben wir hier formuliert. Vielleicht können die mitlesenden Juristen mir mal die Frage beantworten, ob bei einem solchen DPI-Einsatz das Post- und Fernmeldegeheimnis verletzt wird?“

netzpolitik.org


Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.