Interpol will internationale KiPo-Sperrlisten

„Vor rund zwei Wochen, nämlich vom 10. bis zum 15. Oktober, fand in Singapur die Interpol-Generalversammlung statt. Dort einigte man sich unter anderem auf Folgendes: Man will eine globale Sperrliste kinderpornographischer Seiten.

Zahlreiche Länder setzen mittlerweile bereits entsprechende Sperrlisten um – die meisten durch Verträge mit den Providern, eine Minderheit auch über gesetzliche Regelungen. Nun will man dieses Vorgehen vereinheitlichen und eine internationale Sperrliste erarbeiten. Diese soll an die entsprechenden Landesbehörden weitergegeben und von diesen „unter Einsatz aller verfügbaren technischen Mittel einschließlich Zugangssperrungen zu Webseiten mit kinderpornografischen Bildinhalten“ umgesetzt werden.

Nach welchen Kriterien die Seiten auf die Sperrliste gelangen sollen, wird nicht näher erläutert, könnte aber angesichts der unterschiedlichen Gesetzgebung in verschiedenen Ländern durchaus noch zum Diskussionspunkt werden. Ebenso wird es, ebenso wie bei den bisherigen nationalen Listen, Kritiker geben, die die Sperren als Gefahr für die Informationsfreiheit sehen. Für Deutschland könnten diese Pläne besonders bedeutsam werden: Die deutschen Netzsperren wurden kürzlich für ein Jahr ausgesetzt. Nun darf man gespannt sein, wie es weitergeht.“

gulli


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