Mitarbeiterdatenbank von Shell kompromittiert

Laut dem britischen IT-Magazin „IT Pro“ wurde eine Datenbank mit Informationen über 170.000 Mitarbeiter des Öl-Giganten Royal Dutch Shell mehreren Organisationen und Aktivisten, die den Aktivitäten des Konzerns kritisch bis ablehnend gegenüberstehen, per E-Mail zugeschickt.

Zu den sieben Organisationen gehören auch die Menschenrechts- und Umweltaktivisten von Greenpeace sowie die Anti-Shell-Webseite: royaldutchshellplc.com.

Kritisiert wird vor allem die Art und Weise wie der Konzern seine Geschäfte in verschiedenen Staaten, speziell in Nigeria, tätigt.

Der Ölkonzern hat 2004 öffentlich zugegeben, mit seinen Ölgeschäften in Nigeria […] Korruption, Armut und Konflikte geschürt zu haben.

Es wird angenommen, daß die E-Mail von ehemaligen Mitarbeitern stammt.

Immerhin hat sich der Konzern im letzten Jahr von 5000 Mitarbeiter getrennt. Zudem soll die Datenbank 6 Monate alt sein und ein Begleitschreiben von 100 Shell-Mitarbeitern enthalten.

Shell hat derweil die Empfänger der E-Mail aufgefordert die Datenbank zu löschen und eine Untersuchung des Vorgangs eingeleitet.