Behörden prüfen 63.000 Privatkonten

Immer mehr Bürger geraten in den Fokus des Staates: Finanzämter und Sozialbehörden haben im Jahr 2011 in 63.000 Fällen die Konten von Privatpersonen geprüft. Damit ist die Zahl der Abfragen laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um rund zehn Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum Jahr 2005, als das automatische Abrufverfahren eingeführt wurde, ist die Zahl der Abfragen demnach sogar um rund 700 Prozent gestiegen. Seit April 2005 ist das Bankgeheimnis in Deutschland in wichtigen Punkten gelockert: Um Steuerhinterziehung und Sozialbetrug einzudämmen, dürfen Behörden nun die sogenannten Stammdaten von Bankkonten ermitteln. Zu diesen Stammdaten gehören etwa Name, Anschrift und Geburtsdatum der Kontoinhaber. Auch über Bausparverträge oder Wertpapierdepots dürfen die Behörden diese Angaben abfragen.

Für Datenschützer ist die Entwicklung der Abrufzahlen alarmierend. (…)

Spiegel Online


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