Das Outsourcing der Geheimdienste

Internet-Startups und Geheimdienste haben nicht viel gemein – sollte man denken. Tatsächlich kaufen sich US-Geheimdienste bei Neugründungen in der Tech-Branche systematisch ein. Meike Laaff hat recherchiert, wie verstrickt staatliche Sicherheit und private Wirtschaft schon sind. So investiert die CIA über den Risikokapital-Geber In-Q-Tel in innovative Start-Ups. Geld floss auch an die Firma Keyhole, die das entwickelt hat, was wir heute unter dem Namen “Google Earth” kennen.

Wie kommt es bei Sicherheitsbehörden zum Outsourcing? Was hat es für Konsequenzen, wenn Geheimdienste und Unternehmen zusammen arbeiten? Darüber sprechen wir mit dem investigativen Journalisten James Bamford, der sich seit Jahren mit den US-amerikanischen Sicherheitsdiensten befasst. (…)

Was für einen immensen Aufwand die US-amerikanischen Behörden betreiben, um Kommunikationen zu überwachen, berichtete Bamford kürzlich im Magazin Wired. Still und leise baut die National Security Agency (NSA) ein gigantisches ‘geheimen’ Datencenter in Utah. Yottabytes an Speicherplatz entstehen dort im Namen der Sicherheit. Um all das zu speichern, was Zielpersonen über die Satelliten schicken – Emails, Dateien, Anrufe.

Ian Brown von der Universität Oxford ist überzeugt, dass sich staatliche und private Interessen auch ohne Überwachungsszenario erfüllen lassen. Vera Linß spricht mit ihm über Privacy By Design, Vorratsdatenspeicherung und EU-Politik.

Breitband – Deutschlandradio Kultur

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