Tag: ubuntu

Warum ist der Snap Store nicht Open Source?

Alan Pope von Canonical hat sich im März dazu geäußert, warum der Snap Store nicht Open Source ist. Mir ist das Video jetzt erst über den Weg gelaufen und ich fand es ganz interessant.

Er begründet dies mit dem Aufwand der damit einhergeht und der Anbindung an Launchpad. Als auch mit der Erfahrung die man, mit dem unter Open Source stellen von Launchpad gemacht hat.

Darüber hinaus verteidigt er die Entscheidung, in der Hinsicht, dass man einen zentralen Punkt für den Bezug von Software möchte. Da man einerseits die Erfahrung mit einer Vielzahl von Repositories gemacht hat und anderseits die Anwender, wie auf mobilen Plattformen, einen zentralen App Store wünschen.

Auf Flatpak angesprochen verweist er auf die Erfahrungen mit den verschiedenen Repositories und das sich die verfügbare Software bei Flatpak auch auf Flathub konzentriert.

Ich kann die Argumentation nachvollziehen, dennoch würde ich es befürworten wenn der Anwender die Wahl zwischen einem Debian- und Snap-Paket hat und die Quellen des Snap Store zugänglich wären.

Und beides wäre machbar.

Why Isn’t The Ubuntu Snap Store Open Source? – Linux For Everyone

Snap unter Ubuntu 20.04 deinstallieren

Mit Ubuntu 20.04 hält Canoncials neues Paketformat Snap Einzug in die aktuelle Ubuntu Linux Distribution.

Unabhängig von den Vorteilen von Snap sowie den persönlichen Präferenzen bezüglich der Softwarequellen, Paketformate und Paketmanager, finde ich das Canoncial mit der Umsetzung von Snap zu weit geht und die Kontroverse zwischen dem Linux Mint-Team und Canoncial nicht unbegründet ist.

Kritisiert wird einerseits, dass verschiedene Desktop-Anwendungen nicht mehr im klassischen deb-Format bereitgestellt werden, da Canoncial entsprechende Snap-Pakete vorhält. Installiert nun ein Anwender eine entsprechende Desktop-Anwendung, wird die Anwendung als Snap installiert inklusive des gesamten Snap-Systems als Abhängigkeit.

Andererseits ist es nicht möglich einen anderen Snap-Store als den von Canonical zu verwenden und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, steht die Software für einen eigenen Snap-Server unter einer proprietären Lizenz von Canoncial.

Ich habe nichts gegen alternative Paketformate und Ubuntu Linux ist eine gute Distribution, dennoch ist dieser Schritt bedenklich und daher sollte man Snap entfernen.

sudo apt purge snapd
rm -vrf ~/snap
sudo apt-mark hold snapd

Pop!_OS Shell unter Ubuntu 20.04 installieren

Pop!_OS Shell ist ein Erweiterung für die GNOME Shell, die ein tastaturgesteuertes Arbeiten mit geteilten Fenstern ermöglicht.

Der i3 Fenstermanager, mit kachellartiger Anordnung der Fenster, wird von vielen als stärkster Konkurrent von GNOME wahrgenommen und in Verbindung mit Regolith existiert sogar eine Distribution, auf Basis von Ubuntu, die einen vorkonfigurierten i3 mitbringt.

Von daher haben die Leute von System 76, bekannt durch ihre eigene, auf Ubuntu Linux basierende Distribution Pop! OS, eine Erweiterung für den GNOME Desktop entwickelt, der ein tastaturgesteuertes Arbeiten mit geteilten Fenstern auf Basis der bekannten GNOME Shell ermöglicht.

Die Beweggründe finden sich im Detail auf der Pop!_OS Shell GitHub-Seite.

Die Installation unter Ubuntu 20.04 ist relativ einfach, man öffnet ein Terminal und prüft die GNOME Version mit:

cat /usr/share/gnome/gnome-version.xml

Hier muss hinter <platform> eine 3 stehen und hinter <minor> 36, denn die GNOME Shell 3.36 wird von System 76 als Voraussetzung benannt, ebenso wie TypeScript 3.8 und GNU Make. Welches über:

sudo apt update && sudo apt install node-typescript -y
sudo apt install build-essential git -y

installiert wird. Zusätzlich wird noch git installiert, um Pop!_OS Shell mittels:

git clone https://github.com/pop-os/shell.git

herunterzuladen.

Die Kompilierung und Installation der Pop!_OS Shell erfolgt dann über:

cd shell
./rebuild.sh

Anschließend findet sich die Erweiterung unter:

~/.local/share/gnome-shell/extensions

wieder beziehungsweise unter Erweiterungen im GNOME Tweak Tool.

Ich habe die Pop!_OS Shell auf einem Zweitrechner installiert und finde es interessant und gut, vom Ansatz und der Umsetzung her.

Pop!_OS Shell unter Ubuntu 20.04

Ubuntu Linux Telemetrie deaktivieren

Um die Telemetrie unter Ubuntu Linux 18.04 Bionic Beaver oder 20.04 Focal Fossa zu deaktivieren, kann man folgenden Befehl im Terminal ausführen:

sudo apt purge ubuntu-report popularity-contest apport whoopsie

Die ersten beiden Pakete erfassen die Daten zur Hardware und zur verwendeten Software, die anderen beiden dienen der Erfassung und Übermittelung von Absturzberichten.

Linux springt nach der Anmeldung in den Suspend-Modus

Die Lösung lautet logind über “HandleLidSwitch=ignore” in der /etc/systemd/logind.conf anzuweisen, auf Ereignisse beim Schließen des Laptops nicht zu reagieren.